Symptome einer Übersäuerung

Bei einer Übersäuerung, also einer Verschiebung des Säure- Base- Gleichgewichts, treten nicht sofort charakteristische Symptome auf. Vielmehr ist es eine Reihe von
Beschwerden, die nicht als einheitliches Krankheitsbild wahrgenommen werden. Erste Alarmzeichen sind Muskelschmerzen und -krämpfe, insbesondere dann, wenn der Körper großen Belastungen ausgesetzt ist, oder - zum Beispiel durch Sport - viel Flüssigkeit verloren hat. Andere Anzeichen einer Übersäuerung können allgemeines Unwohlsein, anhaltende Müdigkeit, häufige Kopfschmerzen oder Sodbrennen sein. Auch wer häufig unter Infektionen und Erkältungen leidet, kann die Ursache dafür in einer Übersäuerung des Körpers finden.
Es gibt auch äußere Anzeichen für eine Übersäuerung: Brüchige Nägel, vermehrte Schuppenbildung, stumpfes und glanzloses Haar oder sogar Haarausfall, Mundgeruch. Frühzeitige Hautalterung und Cellulitis können durch eine Übersäuerung gleichfalls hervorgerufen werden - vor allem dann, wenn sich die Nährstoffversorgung der Hautzellen durch die Übersäuerung verschlechtert oder das Bindegewebe und die Blutgefäße an Elastizität verlieren.
Unter einem Säureüberschuss leiden das Gewebe, die Sehnen, Muskeln, Knochen und Zähne aber auch die inneren Organe: Die Knochen entkalken und werden - besonders im Alter - brüchiger, das Herz schlägt weniger kräftig, wodurch die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Körpers beeinträchtigt wird, der Kaliumgehalt des Blutes steigt an und Muskulatur wird abgebaut.
Eine Übersäuerung kann eine Vielzahl von Beschwerden und Erkrankungen nach sich ziehen, von denen die meisten nicht mit einem Ungleichgewicht im Säurehaushalt in Verbindung gebracht werden. So können Durchblutungsstörungen, Stoffwechselerkrankungen, Magenbeschwerden, rheumatische Erkrankungen, Gicht oder Störungen des vegetativen Nervensystems die Folge eines Säureüberschusses sein.