Haarwurzelentzündung

Was versteht man unter einer Haarwurzelentzündung?

Haare befinden sich fast am ganzen Körper. Die wichtigste Aufgabe der Haare ist der Schutz vor Kälte und mechanischer Belastung. Die Haarwurzel wird durch den Haarfollikel umschlossen.
Eine Entzündung des oberen Haarbalgs (Haarfollikel), nennt man Haarwurzelentzündung (Follikulitis). Die Haarwurzelentzündung wird meist durch das Bakterium Staphylococcus aureus verursacht. Dieses Bakterium besiedelt die normale Hautflora und produziert sog. Exotoxine. Exotoxine sind Giftstoffe, die Bakterien bilden und gegen die der Körper sich in Form von Eiterbildung und allg. Entzündungsreaktion wehrt. Durch z.B. kleine offene Wunden oder in Folge einer schlechten Immunabwehr, können diese Toxine durch die Poren in die Haut eindringen. Vorallem im Sommer, kann es durch übermäßiges Schwitzen zu einer stärkeren Bakterienbesiedlung und einer vermehrten Absonderung von Exotoxinen kommen. Eine Haarwurzelentzündung kann auf allen behaarten Körperstellen auftreten und so z.B. auch den Gesichtsbereich, Gesäßbereich, Rückenbereich aber auch den Intimbereich betreffen. Es können einzelne Haare aber auch die benachbarten Haare betroffen sein.
Eine weitere Ursache für eine Haarwurzelentzündung können auch sog. Kontaktallergien z.B. eine Allergie gegen bestimmte Körperpflegeprodukte sein. Die Inkubationszeit der Haarwurzelentzündung ist sehr unterschiedlich und hängt von der Anzahl der Erreger, der Immunabwehr und der Eintrittspforte der Infektion ab.

Die Haarwurzelentzündung zeigt sich meist in Form von entzündeten kleinen Pusteln. Bei den Pusteln handelt sich um kleine ca. linsengroße Bläschen, die mit gelblich-grünem Eiter gefüllt und zentral von einem Haar durchbohrt werden. Die Pusteln können einzeln oder vermehrt auftreten und sind meist sehr schmerzhaft. In vielen Fällen, heilt eine Follikulitis vollständig aus. Ab und zu kann es allerdings zu einer Furunkel Bildung kommen. Dies kann geschehen, wenn die Entzündung auf den gesamten Haarbalg übergreift.

Behandlung einer Haarwurzelentzündung

Da häufig eine Haarwurzelentzündung durch ein schwaches Immunsystem gekennzeichnet ist, sollte man vorbeugend vor allem das Immunsystem stärken. Frische Luft, basische Ernährung in Form von Obst und Gemüse und eine gesunde Lebensweise, können eine Haarwurzelentzündung vorbeugen. Des Weiteren sollte man auf chemische Körperpflegeprodukte verzichten und lieber zu basischen Körperpflegeprodukten greifen. Heilfasten, Entschlackungskuren oder eine Darmsanierung können sich ebenfalls positiv auf das Immunsystem auswirken. Bei übermäßigen Schwitzen empfiehlt sich häufiger zu duschen. Teebaumöl haltige Körperpflegeprodukte habe eine antiseptische und antibakterielle sowie entzündungshemmende Wirkung. Bei einer Haarwurzelentzündung kann sich also die Behandlung mit Teebaumöl positiv auswirken. Betupfen sie mehrmals täglich die Eiterpustel mit Teebaumöl. Der darin enthaltene Alkohol lindert nicht nur die Schmerzen sondern wirkt auch desinfizierend und bakterienhemmend.

Haarwurzelentzündung: Wann zum Arzt?

Da eine Haarwurzelentzündung auf alle Fälle behandelt werden sollte, empfiehlt es sich, einen Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen. In einigen seltenen Fällen ist eine Antibiotika Behandlung notwendig.