Haarausfall

Auch wenn Haarausfall im Allgemeinen als ein Problem der Männerwelt dargestellt wird, sind Frauen vom Haarausfall im gleichen Maß betroffen. Bei Haarausfall im engeren Sinn handelt es sich um einen vermehrten Verlust des Haupthaares, bei dem bereits sichtbar wird, dass die Haarfülle sich so verringert hat, dass man von schütterem Haar spricht.

Anzeichen von Haarausfall

Der Mensch hat ungefähr 100.000 Haare auf dem Kopf. Davon gehen täglich zwischen 60 und 100 Haare aus. Das ist genetisch determiniert. Für jedes ausgefallene Haar wachsen ein bis zwei neue Haare nach. Natürlich wird jeder Mensch erkennen, wenn sich beim Kämmen deutlich mehr Haare in Kamm oder Bürste befinden. Oft liegen die ausgefallenen Haare auch auf der Kleidung oder beim Waschen der Haare befinden sich vermehrt Haare im Wasserabfluss.
Erste Anzeichen dafür, dass mit Haarausfall zu rechnen sein könnte, ist eine vermehrte Talkproduktion auf der Kopfhaut oder eine starke Schuppenbildung. Die Schuppen kommen vermehrt vor, wenn die Kopfhaut austrocknet.
In diesen Fällen sollte beobachtet werden, ob der Zustand sich wieder reguliert, wenn z.B. das Haarshampoo gewechselt wird. Wichtig ist auch zu prüfen, ob die Ernährungsgewohnheiten sich geändert haben. Vor allem in Stresssituationen kann es zu vermehrtem Haarausfall kommen, also ist auch immer eine Reflektion der Lebenssituation angezeigt.

Unterschiedliche Formen vom Haarausfall

Es gibt verschiedene Formen vom Haarausfall, die jede für sich eine eigene Ursache hat und folglich entsprechend abgestimmte Behandlungsansätze erfordert:

Haarausfall bei Übersäuerung

Eine Übersäuerung entsteht durch eine Ernährung, die dem Körper Nahrungsmittel mit viel tierischem Eiweiß, Zucker, Weißmehlprodukte und Genussmittel wie Kaffe, Tee und Alkohol zuführt. Die biochemischen Prozesse im Körper verursachen einen hohen Säuregehalt im Blut und Gewebe. Als Folge daraus ergibt sich eine vermehrte Anlagerung von Schlacken in Blut und Gewebe, was wiederum eine Reduktion der basischen Mineralien im Körper bewirkt.
Die basischen Mineralien sind eine wichtige Voraussetzung für die Gesunderhaltung des Körpers und auch der Nährboden für einen gesunden Haarwuchs. Ein stark übersäuerter Organismus lagert Schlacken auch im Haarboden ab, der endmineralisierte und verschlackte Haarboden versorgt die Haarwurzeln nicht mit den notwendigen Nährstoffen. Die Folge ist verstärkter Haarausfall.
Daher sind bei Haarausfall immer die Ernährungsweise und eine damit zusammenhängende Möglichkeit der Übersäuerung und Verschlackung zu überprüfen. In vielen Fällen von Haarausfall liegt die Ursache in der Ernährung, der Lebensweise und der Versorgung mit Mineralien.

Androgenetischer Haarausfall

Beim androgenetisch bedingten Haarausfall handelt es sich um eine genetische Konditionierung, die in Zusammenhang mit der Menge der Produktion von Androgenen steht. Androgene sind männliche Geschlechtshormone, die aber auch im weiblichen Körper produziert werden. Daher können auch Frauen von dieser Form des Haarausfalls betroffen sein. Die Ursache für den Haarausfall beruht auf einer ererbten Überempfindlichkeit auf das Hormon in der Kopfhaut.

Kreisrunder Haarausfall

Eine andere Form des Haarausfalls ist der Kreisrundehaarausfall. Hierbei wird als Ursache eine Störung des Immunsystems vermutet, das sich eigentlich statt gegen die Haarwurzel schützend gegen Pilze, Viren und Bakterien stellen soll. Der diffuse Haarausfall tritt fast nur bei Frauen auf. Dabei fällt das gesamte Haupthaar aus. Ursache kann eine Störung im Hormonsystem, Stress, Fettunterversorgung, Schilddrüsenerkrankung oder eine Infektion sein.

Weitere Ursachen für Haarausfall

Eine weitere Ursache für Haarausfall ist die allgemeine Haarstrukturschädigung. Dabei handelt es sich um mechanische Einwirkungen auf das Haar, die die Struktur des Haares so schädigen, dass es zu verstärktem Haarausfall kommt. Dazu zählen toupieren, das Tragen von straffen Zöpfen und Gummibändern und die Benutzung eines zu heißen Lockenstabes. Weitere Ursachen können aus physikalischen Einwirkungen wie intensive Sonneneinstrahlung und zu starke Hitzeeinwirkung beim Fönen entstehen. Neben den mechanischen und physikalischen Ursachen haben chemische Produkte einen erheblichen Einfluss auf die Haarbeschaffenheit und die Haarfülle. Der Einsatz von Haarfarben, Dauerwellen, Bleichen und das Benutzen von alkalihaltigen Shampoos können ebenfalls zu Haarausfall führen.

Vorbeugung und Behandlung von übersäuerungsbedingtem Haarausfall

Wird als Ursache für Haarausfall eine Übersäuerung des Blutes und Gewebes festgestellt, muss zunächst mit dem behandelnden Arzt, Heilpraktiker oder dem konsultierten Ernährungsberater ein Plan erarbeitet werden. Dieser Plan beinhaltet Maßnahmen zur Umstellung der Ernährung und geeignete Schritte, um den übersäuerten Organismus zu entschlacken.
Ein Verzicht oder eine deutliche Einschränkung des Fleischverzehrs, insbesondere der roten Fleischsorten, Wurst, Käse, Eier und der verschiedenen Milchprodukte, wird unumgänglich sein. Vor allem werden auch Zucker und sämtliches Weißmehl-Gebäck aus dem Kostplan gestrichen. Hier finden Sie eine Liste: basische Lebensmittel.

Viele Therapeuten empfehlen zusätzlich noch eine Darmsanierung / Darmreinigung um Schlacken aus dem Darm zu entfernen und dadurch die Mineralstoffaufnahme im Darm positiv zu beeinflussen. Den auch hier gilt der Spruch: Gesundes Haar - fängt bei einen gesunden Darm an.
Bei Übersäuerungsbedingten Haarausfall empfiehlt sich die Anwendung von
  • basischen Haarschampoo
  • Basenbad
  • basische Körperpflege
Sportliche Aktivitäten helfen bei der Ausleitung der Schlacken. Um die Ausleitung der Schlacken zusätzlich zu unterstüzen sollte man am über den Tag verteilt viel kohlensäuerearmes Wasser oder Basentee trinken. Sollte es notwendig sein, einen Mineralsstoffmangel auszugleichen, wird der Therapeut die geeigneten Präparate verordnen bzw. empfehlen.