Feststellen einer Übersäuerung

Zur Diagnose einer Übersäuerung gibt es verschiedene Möglichkeiten, die in unterschiedlichem Grad zuverlässig sind. Um festzustellen, ob der eigene Körper übersäuert ist, wird der pH-Wert gemessen.
Leider ist es nicht möglich, über den Geschmackssinn zu erfassen, welche Nahrungsmittel basisch oder säurebildend sind:

Urintest

urintest Eine ziemlich exakte Methode, eine Übersäuerung festzustellen, ist der Urintest. Bei einem gesunden Säure- Base- Verhältnis liegt der ph- Wert des Urins - mit nur geringen Abweichungen - bei 6,5. Der ph- Wert des Urins lässt sich mittels eines Teststreifens aus der Apotheke messen. Liegt der ph- Wert unterhalb der gesunden 6,5, ist der Körper übersäuert. Diesen Test kann man auch beim Arzt durchführen lassen. Doch auch dann hat er keine 100-prozentige Aussagekraft. Zwar ist der ph- Wert im Blut auf 7,4 konstant, doch der Wert im Urin schwankt ständig. Am Morgen wird so ein eher niedriger Wert gemessen. Über den Tag und mit den Mahlzeiten steigt der Wert aber an. Um sicher zu gehen, sollte man fünf Mal täglich über fünf Tage hinweg (etwa immer zu den gleichen Zeiten) den ph- Wert des Urins messen.
Liegen auch die über den Tag gemessenen Werte unterhalb der 6,5 ist der Körper übersäuert.
Im Anschluss daran, kann ein Bluttest Aufschluss über den Grad der Übersäuerung geben. Nachdem der Urintest bereits einer Übersäuerung nachgewiesen hat, ist es so möglich, festzustellen, wie schlimm diese ist.

Bluttest

bluttest Beim Bluttest werden die Pufferreserven des Blutes gemessen. Das Puffersystem wahrt das Säure- Base- Gleichgewicht, indem es, je nach Bedarf, Säuren oder Basen ausschüttet, um den ph- Wert zu neutralisieren. Sind diese Pufferreserven nicht ausreichend vorhanden, kommt es zu einem Ungleichgewicht.



Speicheltest

speicheltest Eine weitere Möglichkeit der Diagnose ist der Speicheltest mit einem Indikatorstäbchen. Er gilt aber nicht als besonders zuverlässig.



Bindegewebstest

bindegewebstest Auch ein Bindegewebstest kann helfen, eine Übersäuerung zu diagnostizieren. Das Bindegewebe übernimmt die Funktion eines Säurepuffers und lagert überflüssige Säuren an. Es kommt zur Verschlackung und in Folge zum Beispiel zu Cellulite. Über einen Test kann der Grad der Verschlackung im Bindegewebe festgestellt werden.