Arten der Übersäuerung

Innerhalb der Körperzellen spricht man im Falle der Übersäuerung von einer intrazellulären Übersäuerung. In den Zellen finden pausenlos lebenswichtige chemische Prozesse statt, die ein bestimmtes pH-Milieu benötigen.
Ist das pH-Milieu nicht optimal, können die chemischen Prozesse schlecht oder nur noch in geringem Masse stattfinden. Jede intrazelluläre Reaktion produziert ihrerseits Abfallstoffe, die im sauren Bereich liegen. Diese Übersäuerung innerhalb der Zellen muss durch die Zellwände in den extrazellulären Bereich transportiert werden. Vom extrazellulären Bereich aus werden diese Abfallstoffe zur Ausscheidung weitergeleitet. Während dieser Entsorgungsprozess stattfindet, benötigt die Zellen parallel basische Substanzen, die den intrazellulären Säure-Basen-Bereich wieder ausbalancieren müssen. Das Thema Übersäuerung ist kein fester Zustand, sondern ein fortwährender Prozess. Es liegt nahe, dass in diesem Prozess intra- und extrazellulär viele Möglichkeiten existieren, den Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Blutzellen übersäuert Blutzellen gesund
übersäuerte Blutzellen
gesunde Blutzellen


Wird beispielsweise nicht genug basische Substanz durch basische Ernährung die Zellen transportiert, so wird dies den Prozess des Abtransports intrazellulärer Übersäuerung beeinträchtigen. Wird dieser intrazelluläre Prozess, der gegen eine Übersäuerung wirksam werden will, nicht unterstützt, kommt das gesamte körperliche Gleichgewicht durcheinander.
Eine Übersäuerung im extrazellulären Bereich bedeutet bereits, dass die Zellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und den lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt werden wird. Das bedingt wiederum, dass die Übersäuerung nicht ausreichend abtransportiert werden kann. Dadurch wird der intrazelluläre Bereich an Übersäuerung leiden. Das ist das größte Problem, da daraus unzählige körperliche Probleme entstehen.

Gravierende Probleme werden dann entstehen, wenn die Zellen absterben oder entarten, weil sie ihre normale vorgesehene Funktionsweise durch die langfristige Übersäuerung nicht mehr aufrecht erhalten können. Tritt tatsächlich durch Mangel an basischen Substanzen eine Zellentartung ein, so entsteht Krebs. Das macht deutlich, dass das Thema Übersäuerung ein ernst zu nehmendes Thema ist, da es wesentlich bedeutendere Wirkungen nach sich ziehen kann und wird, als es zunächst den Anschein haben mag. Wer langjährig versäumt, den extrazellulären Bereich zu entsäuern, wird schließlich den intrazellulären Bereich übersäuert haben. Anzeichen extrazellulärer Übersäuerung sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Unwohlsein, Durchfall und andere Symptome der Überforderung des körperlichen Systems. Wer mit der Entsäuerung beginnen will, sollte zwischen ein und zwei Monaten zunächst den extrazellulären Bereich entsäuern und dann weitere zwei Monate auf die Entsäuerung des intrazellulären Bereichs eingehen.